Versicherungen und Allgemeines

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Versicherungen und Allgemeines

Wir haben gelernt, dass Versicherungen gewisse Vermögensverluste bei auftretenden Schäden absichern. Allerdings ergeben sich durch die Absicherung auch Pflichten, die Sie gegenüber einer Versicherung einhalten müssen. Insbesondere ein Thema spielt für uns alle eine wichtige Rolle, nämlich die Absicherung im Alter. Auch dafür gibt es Versicherungen, die Sie abschließen können. Worauf sollten Sie allgemein beim Abschluss einer Versicherung achten? Welche Pflichten haben Sie?

Ihre Pflichten als Versicherungsnehmer

Jeder Versicherung, die Sie abschließen liegt ein Versicherungsvertrag zugrunde. Ich zeige Ihnen kurz die Pflichten auf, die Sie als Versicherungsnehmer eingehen.

Sie haben neben einer Hauptpflicht weitere insgesamt vier Nebenpflichten oder auch Obliegenheiten genannt. Die Hauptpflicht, die Sie mit dem Abschluss der Versicherung eingehen ist die Prämienzahlung, natürlich inkl. den Nebengebühren und Steuern. Falls die Prämie nicht bezahlt wird, ist auch der Versicherungsschutz in Gefahr.

Neben der Hauptpflicht haben Sie folgende vier Obliegenheiten:

  1. Vorvertragliche Anzeigepflicht: Das findet z.B. bei der privaten Krankenversicherung statt. Die Versicherung benötigt zum Risiko kalkulieren eine Einschätzung Ihrer Gesundheit. Dafür müssen Sie Fragen beantworten. Falls diese Fragen nicht der Wahrheit entsprechen und in der Zukunft sich ein Schaden ereignet, laufen Sie Gefahr, schadensersatzpflichtig zu werden. Im schlimmsten Fall kann die Versicherung zurücktreten oder der gesamte Vertrag ist auch in die Vergangenheit hinein nichtig.
  2. Anzeige- und Mitteilungspflicht eingetretener Änderungen: Falls sich während der Vertragsdauer Änderungen ergeben, müssen Sie diese anzeigen und mitteilen. Ansonsten können dieselben Konsequenzen wie bei Punkt 1 folgen.
  3. Schadensabwendungs- und Minderungspflicht: Falls sich ein Schaden ereignet, sind Sie verpflichtet, den Schaden abzuwenden oder zu mindern, z.B. müssen Sie bei Wassereintritt sofort handeln.
  4. Unverzügliche Anzeigepflicht im Schadensfall: Sobald ein Schaden eintritt, müssen Sie unverzüglich Meldung erstatten. Je nach Versicherungsart existieren unterschiedliche Meldefristen.

Alles in allem ist es für den Versicherungsschutz wichtig, dass Sie die Fragen der Versicherungen ehrlich beantworten. Falls Sie eine dieser Obliegenheiten verletzen, können Leistungen gekürzt werden.

Versicherungen im Rahmen der privaten Altersvorsorge

Im Rahmen der Altersvorsorge können ebenfalls Versicherungen abgeschlossen werden. Diese privaten Rentenversicherungen unterscheiden sich je nach Rentenlaufzeit und Rentenbeginn. Sie können eine Leibrente (bis zu Ihrem Tod) oder eine Zeitrente (einen gewissen Zeitraum) abschließen. Sie können außerdem festlegen, wann die Rente beginnen soll. Je nach Versicherungskonstellation steht Ihnen bei Rentenbeginn eine höhere oder niedrigere Rente zu. Eine fondsgebundene Rentenversicherung hat z.B. gegenüber einer klassischen den Vorteil, dass Ihre Prämien in Fonds angelegt werden und Sie dadurch höhere Ertragschancen haben.

Eine wichtige Kennzahl bei den Rentenversicherungen ist der Rentenfaktor. Der Rentenfaktor besagt, wie hoch die Rentenauszahlung seitens der Versicherung bei Renteneintritt ist. Der Rentenfaktor wird dabei immer pro 10.000 angesparte Euro angegeben.

Beispiel Rentenfaktor: Nehmen wir mal an, Sie haben 100.000 Euro angespart. Mit einem Rentenfaktor von 25 erhalten Sie lebenslang 250 Euro als monatliche Rente. Liegt der Rentenfaktor bei 30, sind es 300 Euro monatlich.

Prinzipiell lässt sich sagen: Je niedriger der Rentenfaktor, desto älter müssen Sie werden, um das eingezahlte Guthaben wieder zu erhalten.

Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rente ist heutzutage nur noch eine Grundversorgung (ca. 40-45% Ihres Erwerbseinkommens) im Alter. Bereits in einem der letzten Blogthemen habe ich ausführlich die gesetzliche Rentenversicherung und die vorhandene Rentenlücke dargestellt.

Eine wichtige Kennzahl bei den Rentenversicherungen ist der Rentenfaktor. Der Rentenfaktor besagt, wie hoch die Rentenauszahlung seitens der Versicherung bei Renteneintritt ist. Der Rentenfaktor wird dabei immer pro 10.000 angesparte Euro angegeben.

Beispiel Rentenfaktor: Nehmen wir mal an, Sie haben 100.000 Euro angespart. Mit einem Rentenfaktor von 25 erhalten Sie lebenslang 250 Euro als monatliche Rente. Liegt der Rentenfaktor bei 30, sind es 300 Euro monatlich.

Prinzipiell lässt sich sagen: Je niedriger der Rentenfaktor, desto älter müssen Sie werden, um das eingezahlte Guthaben wieder zu erhalten.

TIPP vom FINANZ CADDY:
Vor dem Abschluss einer Versicherung lohnt es sich, dass Sie sich die Versicherungsbedingungen nochmals genau anschauen. Was genau ist abgesichert? Passt die Höhe? Wie hoch ist der Rentenfaktor? Welche Bedingungen werfen Fragen auf? Außerdem sollten Sie immer darauf achten, die Angaben und Fragen ehrlich zu beantworten, da Sie sonst im Falle eines Schadens Gefahr laufen, finanzielle Konsequenzen selbst tragen zu müssen.